Neuaufstellung des Einzelhandels- und Zentrenkonzepts, des Nahversorgungskonzeptes und des integrierten Vergnügungsstättenkonzeptes

Die Landeshauptstadt Hannover hat sich im März 2017 entschlossen, das Einzelhandels- und Zentrenkonzept von 2011 fortzuschreiben. Dazu erging im Mai 2017 der Auftrag an die cima / Büro Hannover, ein Gutachten über die Neuaufstellung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes, des Nahversorgungskonzeptes und des integrierten Vergnügungsstättenkonzeptes für die Landeshauptstadt Hannover zu erstellen.

Begleitet wurde die Ausarbeitung durch einen Arbeitskreis aus Vertreter*innen der Verwaltung der Landeshauptstadt Hannover, der Ratsfraktionen, des Teams Regionalplanung der Region Hannover, der IHK, des Einzelhandelsverbandes sowie der City-Gemeinschaft Hannover e.V.. So wurden die Ergebnisse der Analyse- und der Konzeptionsphase sowie der Endbericht in mehreren Sitzungen vorgestellt und abgestimmt.

Das Gutachten wurde im Dezember 2019 vorgelegt und ist über die folgenden Links abrufbar:

Basis für die Begutachtung sind die aktuellen landesplanerischen Rahmenbedingungen, die Auswirkungen des fortschreitenden Strukturwandels und der Digitalisierung im Einzelhandel, des demographischen Wandels sowie die Herausforderungen an die quantitative und qualitative Sicherstellung der Versorgung der Einwohnerinnen und Einwohner durch das heutige und zukünftig zu erwartende Bevölkerungswachstum.

Neu hinzugekommen ist die Betrachtung der Nahversorgungssituation in einem eigenen Baustein Nahversorgungskonzept. Das ebenfalls neu entwickelte Vergnügungsstättenkonzept befasst sich mit der Problematik der Ausweitung von Vergnügungsstätten, insbesondere von Spielhallen und Wettbüros, in den zentralen Lagen der Innenstadt und in den Stadtteilen und strukturiert die Bereitstellung eines angemessenen und verträglichen Entwicklungsraumes für diese rechtlich zulässigen Nutzungen.

Räumlicher und städtebaulicher Rahmen der Betrachtung sind zum einen die Innenstadt und die verschiedenen Zentren in den Stadtteilen, zum anderen die Fachmarktstandorte an den Hauptausfallstraßen. Für das Vergnügungsstättenkonzept wird dieser Betrachtungsraum zudem um die Gewerbestandorte ergänzt.

Hauptzielrichtung ist die Sicherung der Daseinsvorsorge in den Stadtteilen, deren zentrale Einkaufsbereiche durch die Konkurrenz verschiedener Nutzungsansprüche um die gleichen Flächen und Standorte immer stärker unter Druck geraten. Auch in der Konkurrenz der Standorte untereinander haben einige eine schwierige Ausgangsposition. Hier ist durch die Überarbeitung der Zentrenhierarchie die innerstädtische Konkurrenzsituation abgewogen und neu justiert worden.

Als ausgewiesene Zentrale Versorgungsbereiche (ZVB) sind jedoch gerade die mittleren und kleinen Stadtteilzentren von besonderer Bedeutung für die wohnungsnahe Versorgung der Einwohnerinnen und Einwohner. Die Bereiche, in denen die Nahversorgungsfunktion im Vordergrund steht, werden daher im gesonderten Nahversorgungskonzept detailliert betrachtet.

Auch aus der Neufassung des Glücksspielstaatsvertrages und weiterer rechtlicher Regelungen haben sich bereits tiefgreifende Veränderungen der Auswirkungen auf die Zentren von Innenstadt und Stadtteilen ergeben, weitere Veränderungen sind zu erwarten. Diese sind in städtebaulicher Hinsicht untersucht worden und die Ergebnisse zur Steuerung der Vergnügungsstätten in dem Baustein Vergnügungsstättenkonzept niedergelegt.

 

Aus dem Endbericht zum Gutachten und den Ergebnissen der Arbeitskreissitzungen hat die Verwaltung bis März 2020 zwei Beschlussdrucksachen erarbeitet und zur Beratung in die politischen Gremien gegeben.

Zum Abschluss der Beratungen hat der Verwaltungsausschuss der Stadt Hannover am 17. 12.2020 die öffentliche Auslegung des Einzelhandels- und Zentrenkonzeptes sowie des Vergnügungsstättenkonzeptes beschlossen. Die Beteiligung wird nach Bekanntmachung am 13. Januar 2021 ab dem 21. Januar 2021 bis einschließlich 22. Februar 2021 stattfinden. Der ursprünglich vorgesehene Auftakt zur Beteiligung der Öffentlichkeit mit einer Auftaktveranstaltung wird aufgrund der aktuellen Kontaktbeschränkungen nicht mehr stattfinden. Trotzdem haben alle Interessierten die Möglichkeit, Anregungen zu den Konzeptbausteinen zu geben.

Der Entwurf des Einzelhandelskonzepts sowie das als Grundlage dienende Gutachten der CIMA Beratung + Management GmbH, liegen vom 21.01.2021 bis 22.02.2021 in der Eingangshalle der Bauverwaltung Hannover, Rudolf-Hillebrecht-Platz 1, 30159 Hannover montags bis freitags von 6.30 Uhr bis 18 Uhr neben der Pförtnerloge zur allgemeinen Einsichtnahme aus.

Auskünfte zum Konzept werden aus aktuellem Anlass nur telefonisch unter den Rufnummern 168-43794 und 168- 43663 oder über die E-Mail-Adresse 61.15@hannover-stadt.de erteilt. Sollte im Einzelfall ein Erörterungsbedarf bestehen, der nur in einem persönlichen Gespräch erfolgen kann, wird um eine gesonderte Terminvereinbarung gebeten.

Darüber hinaus können die Bekanntmachung und der Link auf die Entwurfsunterlagen im oben genannten Auslegungszeitraum auch auf der Internetseite der Landeshauptstadt Hannover unter www.hannover.de/bekanntmachungen oder die Entwurfsunterlagen direkt unter www.stadtplanung-beteiligung.de oder www.einzelhandelskonzept-hannover.de eingesehen werden.

Während der Frist der öffentlichen Auslegung können Stellungnahmen per Brief an die o.g. Adresse, per E-Mail an 61.15@hannover-stadt.de oder online unter www.stadtplanung-beteiligung.de abgegeben werden.

Im Anschluss an diese Beteiligungsphase werden die eingegangenen Stellungnahmen ausgewertet und ggf. die Konzepte noch einmal überarbeitet. Der Rat der Landeshauptstadt Hannover wird dann über die Einzelkonzepte jeweils einen Beschluss als städtebauliches Entwicklungskonzept im Sinne des §1(6) Nr. 11 Baugesetzbuch fassen.

Die Dokumente sind über folgende Links abrufbar:

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Stand: 13.01.2021