Nahversorgungskonzept

Der Landeshauptstadt Hannover ist es bisher gelungen, ein vergleichsweise dichtes Nahversorgungsnetz aufrecht zu erhalten. Der im Bereich der Nahversorgung anhaltende Trend zur Vergrößerung der einzelnen Filialen bei gleichzeitiger Restrukturierung des Filialnetzes stellt die Stadt Hannover allerdings vor eine besondere Herausforderung, da dadurch die vielfach eher kleinen Filialen in stark verdichteten Wohnlagen gefährdet sind. Als Grundlage für die Sicherung der Nahversorgung in den Stadtteilen wurde daher ein detailliertes Nahversorgungskonzept erarbeitet werden, in dem auch der demografische Wandel sowie die positive Bevölkerungsentwicklung in Hannover mit der daraus resultierenden Wohnbautätigkeit in der Stadt Berücksichtigung finden.

Ziel ist es, durch geeignete Maßnahmen ein zukunftsfähiges und möglichst fußläufig erreichbares Nahversorgungsnetz zu gewährleisten, das nach Möglichkeit auch entsprechende Dienstleistungsangebote bereithält.

Die Landeshauptstadt Hannover weist ein engmaschiges Nahversorgungsnetz auf. In vielen Stadtteilen sind gute Nahversorgungsmöglichkeiten in fußläufiger Erreichbarkeit gegeben. Allerdings zeigt sich ebenso, dass viele Nahversorgungsbetriebe nicht mehr zeitgemäß aufgestellt sind und einer Modernisierung bedürfen. Entsprechend besteht oftmals Handlungsbedarf, individuelle Lösungen in der Bereitstellung einer modernen Nahversorgung zu finden. Ergänzt wird das Nahversorgungsangebot durch Wochen- und Bauernmärkte, die nicht nur einen Beitrag zur qualitativen Nahversorgung bieten, sondern auch eine sozial-kommunikative Rolle in den Stadtteilen übernehmen.

Den vollständigen Bericht finden Sie hier.

Die Warengruppe Nahrungs- und Genussmittel stellt mit 1.116 Betrieben und einer Gesamtverkaufsfläche von 216.636 m² den größten Anteil der Warengruppen innerhalb der Landeshauptstadt Hannover. Mit einem Umsatz von rd. 1,22 Mrd. € wird in dieser Warengruppe auch der meiste Umsatz erzielt.

Die Verkaufsfläche je Einwohner im Segment Nahrungs- und Genussmittel liegt bei 0,40 m² und damit unter dem Bundesdurchschnitt. In Bezug auf die Gesamtverkaufsfläche erreicht die Landeshauptstadt einen Wert von 1,62 m² Verkaufsfläche je Einwohner. Diese Kennziffern signalisieren insbesondere im periodischen Bedarf deutliche Entwicklungspotenziale in der Verkaufsflächenausstattung.

Gesamtstädtisch betrachtet kann die Nahversorgungssituation in Hannover als gut bezeichnet werden. Das Nahversorgungsangebot ist heute durch ein dichtes Netz an Lebensmittelmärkten im Stadtgebiet geprägt. Die wohnortnahe Versorgung kann als weitestgehend sichergestellt bewertet werden.

Insgesamt konnten in der Landeshauptstadt Hannover 190 Nahversorgungsbetriebe erfasst werden, die sich in 97 Lebensmitteldiscounter, 66 Lebensmittelvollsortimenter und 27 sonstige Lebensmittelmärkte (Biolebensmittel, Feinkost, o.ä.) unterteilen lassen. Mit Blick auf das qualitative Angebotsniveau liegt damit ein leicht discountorientiertes Verhältnis zwischen Angeboten aus dem Lebensmitteldiscountbereich sowie dem Vollsortiment vor.

Die Analyse der Nahversorgungssituation unter Einbeziehung der räumlichen Verteilung der Nahversorger im Stadtgebiet verdeutlicht, dass in weiten Teilen des hannoverschen Stadtgebietes flächendeckend ausgeglichene Nahversorgungsstrukturen vorgehalten werden können.

Die Landeshauptstadt Hannover weist insgesamt ein engmaschiges Nahversorgungsnetz auf. In vielen Stadtteilen befinden sich die nächstgelegenen Nahversorgungsbetriebe in fußläufiger Distanz.

Angebotslücken sind in der Landeshauptstadt Hannover zu großen Teilen nicht unmittelbar vorhanden, allerdings gibt es zum Teil deutliche Optimierungsmöglichkeiten. Es zeigt sich, dass viele Nahversorgungsbetriebe nicht mehr zeitgemäß aufgestellt sind und einer Modernisierung bedürfen.

Insbesondere die qualitative Optimierung des Bestandes inkl. Modernisierung der Betriebe sollte daher vorangetrieben und ermöglicht werden. Eine quantitative Optimierung sollte insbesondere in Stadtgebieten forciert werden, die unterversorgt sind.